Für den Erhalt des Produktionsstandortes Magdeburg für Windergieanlagen und erneuerbare Energien

Als Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg haben wir mit Entsetzen die Nachricht vom dramatischen Stellenabbau bei Enercon aufgenommen. Nicht nur bei Enercon selbst, sondern auch bei Zulieferunternehmen...

14. November 2019

Als Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg haben wir mit Entsetzen die Nachricht vom dramatischen Stellenabbau bei Enercon aufgenommen. Nicht nur bei Enercon selbst, sondern auch bei Zulieferunternehmen und angeschlossenen, direkt abhängigen Unternehmen sind damit weitere tausende, insbesondere Industriearbeitsplätze gefährdet.

Wir fordern die Landesregierung und die Bundesregierung auf, unverzüglich gemeinsam mit Enercon und weiteren am Standort Magdeburg betroffenen Unternehmen nach Lösungen zum Erhalt dieser und damit in Zusammenhangstehender Arbeitsplätze zu suchen. Die Stadtverwaltung ist dabei auch gefordert, alle ihre Möglichkeiten zu nutzen.

Sofortmaßnahmen müssen Lösungen für die betroffene Mitarbeiterschaft beinhalten. Die Bundespolitik muss unverzüglich die Rahmenbedingungen insbesondere für die Branche der erneuerbaren Energien verbessern, indem u.a. auch rechtssichere, planungsrechtliche Investitionserleichterungen geschaffen werden.

Weitere Ursachen dieser Krise müssen geprüft und die Bedingungen für den Erhalt und den Ausbau erneuerbarer Energien verbessert werden.
Die Landesregierung wird zudem aufgefordert, die Vergabe von Fördermitteln konkreter an die Schaffung und an den Erhalt von Arbeitsplätzen und somit an die Wertschöpfung im Land Sachsen-Anhalt zu knüpfen.

Wir werden gemäß unseren Beschlüssen zum Masterplan Klimaschutz auch weiterhin den Ausbau und die Nutzung erneuerbarer Energien in unserer Stadt unterstützen, um die Klimaschutzziele erreichen zu können.

 

Michael Hoffmann
Vorsitzender des Stadtrates
der Landeshauptstadt Magdeburg

 

Kategorie

Energie interfraktionell Presse Umwelt Wirtschaft