PM 28x: Erste Bürgersolaranlage ist am Netz

10.11.07 – von Thorsten Giefers –

Nun endlich hat sie auch offiziell ihre Arbeit aufgenommen – die „Erste BürgerInnen-Solaranlge Magdeburg“ auf dem Dach der Salbker Grundschule.

Nachdem bereits am 28. September die Inbetriebnahme erfolgte, feierten am 10. November 2007 die Geschäftsführer und Gesellschafter zusammen mit dem Umweltminister der Stadt (Beigeordneter für Allgemeine Verwaltung und Umwelt), Holger Platz, offiziell die Einweihung der Anlage.

Beginn dieser Idee einer BürgerInnensolaranlage war der Wettbewerb „Solarkommune“, den die Deutsche Umwelthilfe e.V. im Jahr 2001 ausrief .

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Magdeburg stellte daraufhin den Antrag, die Stadt Magdeburg möge eine mögliche Beteiligung an der Kampagne „Solar-Kommune“ prüfen. Die Stadt sollte dazu entsprechende Angebote (z.B. von der Solarstrom AG) einholen. Auf Basis dieser Angebote sollte der Stadtrat eine Entscheidung über die Teilnahme an der Kampagne fällen. Der Stadtrat folgte dieser Idee, in größerem Stil solare Stromerzeugung vorzunehmen, wie auch dies flächendeckend auf die Stadt zu erstrecken, mehrheitlich.

Aufgrund wesentlicher Änderungen in den Wettbewerbsbedingungen wurde dann jedoch auf eine Teilnahme verzichtet. Gleichwohl wurde das Grundansinnen des Wettbewerbs, nämlich diese Form der Energieerzeugung als Kooperationsobjekt mit MagdeburgerInnen zu etablieren, seitens der Verwaltung vorangetrieben.

Zu Beginn des Jahres 2006 fand sich dann eine Gruppe Interessierter, die dieses Projekt professionell anging und in Vertragsverhandlungen mit der Stadt trat. Ende 2006 beriet der Ausschuss Umwelt und Energie des Stadtrates den Vertrag mit der „Erste BürgerInnen-Kraftwerk Magdeburg GbR i.G.“

Nach Gründung der Gesellschaft im Frühsommer 2007 erfolgte dann die Zeichnung der Anteilsscheine durch die Gesellschafter bis zu einem vollen Eigenkapitalanteil in Höhe von 100.000,- Euro.

Anlagenparameter: (Preise ohne MwSt. und ohne
Berücksichtigung steuerlicher Aspekte):
Spitzenleistung (ca. 270 m² Modulfläche):

max. 25 kWp

Optimale Bauart:

30° Süd

Einmalige max. Investitionskosten:

99.000 Euro

Durchschnittl. solarer Jahresertrag je kWp:

850 kWh

Jährlicher Solarertrag:

21.250 kWh

Vergütung pro kWh nach EEG für 2007:

0,4921 Euro

Jahresvergütung:

10.457 Euro

Jahresbetriebskosten (Verwaltg., Wartung):

2.000 Euro

Amortisationszeit:

11-14 Jahre

Jährliche Rendite auf 20 Jahre:

5-6%

Garantierte Vergütung für:

20 Jahre

CO²-Minderung über 20 Jahre:

340 t

Mit dieser Anlage ist ein richtig gutes Gemeinschaftsprojekt entstanden, denn die 240 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage wurde von insgesamt 45 Anlegern unterstützt und natürlich von der Stadt, die die Dachfläche der Schule für 20 Jahre auf Mietbasis zur Verfügung stellt.

Übrigens: Auch die Mitglieder (Stadträte und Geschäftsführerin) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unterstützen das Projekt auch tatkräftig mit privaten Mitteln durch den Erwerb von insgesamt 30 Anteilen (1 Anteil = 250,- Euro).

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Presse