24.04.26 –
Der Verkehrsentwicklungplan 2030plus stellt ganz klare Zielrichtungen für die Landeshauptstadt Magdeburg auf. Auf Seite 10 sind diese aufgeführt:
- Präferenz für die Verkehrsarten des Umweltverbunds
- ÖPNV, Fuß- und Radverkehr – bei einer, der jeweiligen Nutzung adäquaten und sicheren Gestaltung aller Straßen und Wege berücksichtigen
- Steuerung sowie deutliche Begrenzung des ruhenden Verkehrs im öffentlichen Raum.
- Integrierte Strategien zur vorrangigen Nutzung emissionsfreier bzw. -armer Verkehrsmittel, besonders des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) als Alternativen zum privaten Auto mit Verbrennungsmotor sowie Förderung der Verkehrsarten des Umweltverbunds.
Wer bei der MVB spart, spart bei der Daseinsvorsorge.
Der ÖPNV wird immer ein Zuschussgeschäft sein, das gleiche gilt aber auch für den Autoverkehr der seine enormen Ausgaben nicht annährend gegenfinanziert. Wer mehr Geld mit der MVB einnehmen will muss Fahrgäste nach all den Baustellen und Störungen mit verlässlichen und attraktiven Angeboten zurückgewinnen. Kürzungen im Betrieb führen nur in eine Richtung: eine Abwärtsspirale.
Die Stadt will Kosten sparen verursacht aber selbst immer wieder Kosten bei der MVB (Baustellen, Umleitungen, Alter Markt, Verzögerungen durch fehlende Abstimmungen etc.)
Wir wollen keine Taktausdünnungen weil wir eine Landeshauptstdt sind und attraktiver ÖPNV funktioniert nur wenn man einfach an die Haltestelle geht und weiß es kommt in den nächsten 10 Minuten eine Bahn
- wenn Verästelungen gestrichen werden sollen dann weiß ich schon jetzt dass niemals wieder eine Straßenbahn nach IKEA fährt
- Außerdem ergänzt unser ÄA noch die wichtigen Punkte:
- Keinen Stopp der geplanten Straßenausbaustrecken veranlassen Die Straßenbahn bleibt in Magdeburg das favorisierte Verkehrsmittel. Der Bus unterstützt in Randgebieten und auf wenigen starken Zentrallinien. Eine Reduzierung der Fahrplanmasse (Fahrplan-km/Jahr) lehnen wir strikt ab.
- Das Ergebnis des Beschlusses „Straßenbahn-Bevorrechtigung durchsetzen“ liegt jetzt vor, hier wollen wir das schnell Maßnahmen ergriffen werden. Denn je schneller der ÖPNV ist, je weniger er an der Lichtsignalanlage steht, umso attraktiver bleibt und wird der ÖPNV
- Die Oberbürgermeisterin wird angewiesen die Parkraumbewirtschaftung der Landeshauptstadt Magdeburg auszuweiten und den finanziellen Spielraum des Landesgesetzes stärker auszunutzen. Hier sehen wir die Möglichkeit tatsächlich den Stadthaushalt zu verbessern. Nicht im ÖPNV, nicht bei der MVB. Sondern dort wo am laufenden Bande volkswirtschaftliche Kosten verursacht werden, im motorisierten Individualverkehr.
- Darüber hinaus soll stärker mit Veranstaltenden Rücksprache gehalten werden, ob bei Großveranstaltungen mehr Straßenbahnzüge eingesetzt werden können.
- Es sind auch die vorhandenen Park+Ride-Anlagen zu optimieren, auszubauen und es ist zu prüfen ob neue, z. B. in der Nähe der Arenen, geschaffen werden können.
- Die Möglichkeit von Jobtickets ,auch u. A. mit Zuschüssen, sind stärker in der Stadtverwaltung, den stadteigenen Gesellschaften, aber der ansässigen Unternehmen zu platzieren und darauf hinzuwirken dass dieses Mittel auch im Sinne der Mitarbeitendenhaltung und -anwerbung stärker betrachtet und eingesetzt wird.
- Der Stadtrat und die Oberbürgermeisterin bemühen sich um eine schnelle und breite Einführung eines Sozialtickets. Dies erfolgt am 1. Mai, jedoch will ich noch darauf hinweisen dass hier beachtet werden muss, dass MagdeburgPass-Inhaber*innen erst einmal zu den Verkaufstellen der MVB gelangen müssen. Darüber hinaus wird die Oberbürgermeisterin beauftragt gemeinsam mit der MVB eine große Werbemaßnahme für den ÖPNV aufzusetzen.