
30.01.26 –
Am 6. Januar 2026 verstarb Alfred Westphal im Alter von 84 Jahren. Als Bündnisgrüner Politiker engagierte er sich über knapp 30 Jahre ehrenamtlich für Magdeburg. Von 1990 bis 2011 und von 2014 bis 2019 vertrat er die Bündnisgrüne Fraktion im Magdeburger Kommunalparlament.
Als einer der stärksten Verfechter von Transparenz, Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen und einer lebendigen Bürger*innenbeteiligung hat Alfred Westphal die kommunalpolitische Kultur Magdeburgs über Jahrzehnte mitgestaltet.
Mit Ausdauer und persönlicher Überzeugung engagierte er sich in zahlreichen Projekten, die er oft über viele Jahre hinweg begleitete.
Hervorzuheben ist insbesondere sein Einsatz für das Projekt der Stolpersteine, für dessen Umsetzung er sich von Beginn an engagierte. Dadurch wurde die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus dauerhaft im öffentlichen Raum Magdeburgs verankert.
Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement im Rahmen der Stolperstein-Initiative wurde er mit dem Hermann-Spier-Preis ausgezeichnet. Die Landeshauptstadt Magdeburg ehrte ihn zudem als verdienstvollen Einwohner und verlieh ihm in Anerkennung seines langjährigen Wirkens als Stadtrat den Titel des Ehrenstadtrates.
Darüber hinaus setzte sich Alfred Westphal für innerstädtische Entwicklung, die Stärkung des Wochenmarkts sowie für die Belange älterer Menschen ein, unter anderem durch seine langjährige Mitarbeit im Seniorenbeirat der Landeshauptstadt.
Im Magdeburger Stadtrat wird Westphal noch heute fraktionsübergreifend für seinen offenen und direkten Politikstil geschätzt, mit dem er die Stadtpolitik wie kaum ein anderer prägte. Im Rat hinterlässt er bleibende Fußspuren in der demokratischen Nachwendezeit Magdeburgs.
„Der Stadtrat ist das Hauptorgan.“ – eines seiner berühmtesten und markantesten Zitate prägt noch heute die Kultur im Stadtrat.
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