A0150/17: Belebung Alter Markt

Der Stadtrat sieht den Bedarf, den Alten Markt aufzuwerten, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen und damit die Besucher*innenfrequenz sowie die Verweildauer auf dem Rathausplatz schrittweise zu erhöhen und den Alten Markt zu einem zentralen Treffpunkt in der Innenstadt zu entwickeln. An diesem Prozess...

06.10.17 –

Der Stadtrat möge beschließen:

Der Stadtrat sieht den Bedarf, den Alten Markt aufzuwerten, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen und damit die Besucher*innenfrequenz sowie die Verweildauer auf dem Rathausplatz schrittweise zu erhöhen und den Alten Markt zu einem zentralen Treffpunkt in der Innenstadt zu entwickeln.

An diesem Prozess der schrittweisen Belebung des Alten Marktes sind in geeigneter Form, wie z.B. Workshops, alle Akteur*innen zu beteiligen, die an der Nutzung des Alten Marktes beteiligt und interessiert sind. Dazu gehören neben den ansässigen Gastronom*innen und Händler*innen auch die Bürger*innen der Stadt.

Der Oberbürgermeister wird daher beauftragt, bis zum I. Quartal 2018 ein Konzept mit kurzfristigen Maßnahmen zur Umgestaltung des Alten Marktes und bis zum II. Quartal 2018 die Aufgabenstellung für eine mittel- bis langfristige Weiterentwicklung des Alten Marktes und seines unmittelbaren Umfeldes vorzulegen.

 

Als kurzfristige, temporäre Maßnahmen werden vorgeschlagen:

- Die Schaffung weiterer Aufenthaltsflächen durch eine Verbreiterung des südlichen Gehweges um mindestens zwei Meter, möglicherweise durch farbliche Kennzeichnung oder Pflanzkübel, und die (temporäre) Installation von verschiedenen Sitzgelegenheiten.

- Stärkere Einbindung der entlang der Nordseite des südlichen Gehweges vorhandenen Baumreihe in den Fußgängerbereich mit der Möglichkeit der Nutzung der so gewonnenen zusätzlichen Aufenthaltsbereiche für mehr Außengastronomie.

- Durchsetzung eines Parkverbotes im gesamten Bereich des Alten Marktes, zunächst beginnend mit dem Ende der Marktzeiten.

 

Im Konzept für die mittelfristige Entwicklung des Alten Marktes und seines unmittelbaren Umfeldes sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

- Verkehrskonzepte mit den Ziel der spürbaren Reduzierung des fließenden und drastischen Einschränkung des ruhenden Verkehrs

- Begrünung des Platzes

- Sitzgelegenheiten und nicht-gastronomische Aufenthaltsmöglichkeiten

- Ganzheitliches Beleuchtungs- und Farbkonzept

- Aufwertung des Wochenmarktes und Qualifizierung weiterer Nutzungen

- Installation für städtische und touristische Information (analog und digital)

- Einbindung des Platzes in ein Raum-, Wege- und Nutzungskonzept eines größeren innerstädtischen Bereiches

Die Aufgabenstellung ist zur Diskussion (Beteiligung der Anlieger-, Nutzer- und, Bürger*innen, Stadtratsberatung) vorzulegen.

Um Überweisung in den StBV und WTR-Ausschuss wird gebeten.

 

Begründung:

Der Alte Markt ist der Platz in der Innenstadt schlechthin. Der Marktplatz wird von zahlreichen Restaurants, Cafés, Bistros und Geschäften gesäumt. Doch außerhalb der Marktzeiten und wenn gerade keine Feste anstehen, ist der Marktplatz trotz seiner zentralen Lage und der guten ÖPNV-Anbindung noch recht wenig belebt und nicht als lebendiges Zentrum der Stadt wahrnehmbar.

Dieses Defizit im innerstädtischen Bereich in Magdeburg haben auch die fünf Beiräte, die im Vorfeld der Magdeburger Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 gearbeitet haben, unabhängig voneinander festgestellt. Es fehlt an urbanem Leben. Der Alte Markt wurde von allen Beteiligten als besonders verbesserungswürdig eingestuft.

Bisher ist es nicht gelungen, den Platz so zu beleben, dass er für Jung und Alt zu einem Anziehungs- und Treffpunkt mit Verweilcharakter wird. Dies ist noch kein Platz, wo man sich trifft, zusammen isst und sitzt oder einfach nur den Feierabend unter freiem Himmel genießt.

Dies liegt insbesondere an der Verkehrssituation, fehlenden Sitzgelegenheiten und nur wenigen Terrassenplätzen der vorhandenen Cafés und Restaurants. Die vorhandene Straße an der Südseite des Platzes ist überproportional breit und wird dadurch zum toten Raum für Fußgänger*innen. Ebenso ist die Sichtachse vom Breiten Weg in Richtung Johanneskirche durch parkende Autos gestört.

Mit ersten und befristeten Maßnahmen könnten die genannten Defizite durch einfache Mittel kurzfristig deutlich gemindert werden und es entstünde zugleich eine Laborsituation, in der wichtige Erkenntnisse für die spätere dauerhafte Umgestaltung des Alten Marktes gewonnen werden.

Die Realisierung dieser Maßnahmen schafft eine neue Raumkonstellation und ermöglicht längeres Verweilen auf dem Alten Markt. Die Menschen haben je nach Bedarf sowohl Sonnen- als auch Schattenplätze zur Verfügung und damit einen erheblichen Gewinn an Aufenthaltsqualität. Damit wird der Platz als solcher belebter.

 

Olaf Meister                    Jürgen Canehl                         Tom Assmann
Fraktionsvorsitzender    Verkehrspolitischer Sprecher    Wirtschaftspolitischer Sprecher

 

  Vorläufiges Ergebnis:

 

  Wiedervorlage:

 

  Ergebnis:

  geändert beschlossen

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